Französisches Generalkonsulat

in der Heimeranstraße 31

Nach dem Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo lag hier ein Kondolenzbuch aus.

 

 

 

Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger gedachten hier der Anschlagopfer von Paris -

"Westend est Charlie"

Montag, den 2. Februar 2015 um 19:00 Uhr:

Friedenskette der Religionen in der Innenstadt - Hand in Hand ein Zeichen setzen!

Wir wollen zeigen, dass ein friedliches Miteinander möglich ist

 

Beteiligte: St. Michael (r.k.), St Matthäus (e.v.), Salvatorkirche (griech.-orth.), Synagoge Ohel Jakob und das Münchner Forum für Islam

 

Informationen unter www.friedenskette.de


Die Initiative Friedenskette hat ihren Sitz im 8. Stadtbezirk. Zum Flyer:

http://friedenskette.de/onewebmedia/Friedenskette_Flyer.pdf

 

(c) CNN

 

 

Der Anschlag auf Charlie Hebdo ist ein islamistisch motivierter Terroranschlag, der am 7. Januar 2015 gegen 11:30 Uhr auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo in Paris verübt wurde.

 

Charlie Hebdo ist eine wöchentlich erscheinende Satirezeitschrift; sie gilt nach Le Canard enchaîné als die bedeutendste Satirezeitschrift Frankreichs. Die Zeitschrift gehört zu den wenigen auf der Welt, welche im Februar 2006 die Mohammed-Karikaturen aus der dänischen Jyllands-Posten nachgedruckt hatten. Die Jyllands-Posten und ihr Karikaturist Kurt Westergaard waren im Jahr 2010 selbst das Ziel von Anschlägen gewesen.

 

Das Brüderpaar Saïd und Chérif Kouachi drang maskiert und mit Sturmgewehren vom Typ Kalaschnikow bewaffnet in die Redaktionsräume der Zeitschrift ein, tötete elf Personen und verletzte mindestens zehn weitere. Während ihrer Flucht aus Paris töteten sie eine weitere Person und verbarrikadierten sich am 9. Januar in Dammartin-en-Goële. Sicherheitskräfte erschossen die beiden Täter.

Im Zusammenhang mit diesem Anschlag wurde am 8. Januar im Süden von Paris eine Polizistin von Amedy Coulibaly und seiner Lebensgefährtin Hayat Boumeddiene erschossen. Am darauf folgenden Tag überfiel das Paar einen koscheren Supermarkt im Pariser Osten, tötete vier Besucher und nahm die restlichen als Geiseln. Coulibaly wurde bei der Erstürmung durch die Polizei erschossen; Boumeddiene ist auf der Flucht. Einem französischen Fernsehsender gegenüber bestätigte Coulibaly telefonisch, er habe sich mit Chérif Kouachi abgesprochen und kämpfe für den Islamischen Staat, Kouachi gab auf die gleiche Weise bekannt, er sei von Al-Qaida im Jemen geschickt worden.

 

Auch in der muslimischen Welt wurde der Anschlag verurteilt; so erklärten beispielsweise die Arabische Liga sowie die Al-Ashar-Universität in Kairo als Autorität des sunnitischen Islams: „Der Islam prangert jede Gewalt an.“ Der pakistanische Präsident Mamnoon Hussain schrieb in seiner Kondolenznote an Hollande, er sei von der Nachricht über das Attentat erschüttert und Pakistan verurteile Terrorismus in all seinen Formen. Afghanistans Präsident Aschraf Ghani verurteilte den Anschlag ebenfalls und erklärte, es gebe keine Rechtfertigung für diese brutale Tat. Die Pressesprecherin des iranischen Außenministeriums, Marzieh Afkham, erklärte, die Terroranschläge hätten nichts mit dem Islam zu tun und seien daher inakzeptabel; genauso inakzeptabel sei es aber auch, unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit Religion und religiöse Personen zu beleidigen.

 

In zahlreichen französischen und anderen europäischen Städten nahmen Menschen am Abend und am Tag nach dem Anschlag an Solidaritätskundgebungen teil, allein in Paris auf der Place de la République nahmen 35.000 Menschen teil. Auch in Brüssel, Wien, Berlin, London, Rom, Mailand, Florenz und Madrid wurden Solidaritätskundgebungen abgehalten.

Die meisten Teilnehmer verzichteten auf Fahnen, Banner und laute Parolen; viele zeigten Kerzen und Plakate mit der Aufschrift Je suis Charlie („Ich bin Charlie“). Dieser Ausspruch wurde zuvor von Redaktionsmitgliedern auf der Internetseite von Charlie Hebdo veröffentlicht.

 

Quelle: Wikipedia

 

In diesem Zusammenhang erachten wir es als wichtig, auf Folgendes hinzuweisen: "Islamistisch" ist nicht mit "Islam" gleichzusetzen. Gerade in unserem Stadtbezirk leben unzählige Nationalitäten verschiedenster Religionszugehörigkeit seit jeher friedlich zusammen.

 

Anlässlich der erschütternden Anschläge in Paris, gab der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) folgende Mitteilung heraus:

"Wir verurteilen diesen abscheuliche Terroranschlag aufs Schärfste. Wir sind erschüttert und schockiert über das Massaker, das an Zeitungsredakteuren und anderen Personen verübt wurde und wir trauern mit den Hinterbliebenen.

Es gibt in keiner Religion und keiner Weltanschauung auch nur einen Bruchteil einer Rechtfertigung für solche Taten. Dies ist ein feindlicher und menschenverachtender Akt gegen unsere freie Gesellschaft. Durch diese Tat wurde nicht unser Prophet gerächt, sondern unser Glaube wurde verraten und unsere muslimischen Prinzipien in den Dreck gezogen. 

Es ist zu befürchten,  dass der Anschlag neues Wasser auf die Mühlen von Extremisten jeglicher Couleur sein wird. Wir rufen alle dazu auf, dem perfiden Plan der Extremisten nicht auf dem Leim zu gehen, die die Gesellschaft spalten,  Hass und Zwietracht zwischen den Religionen schüren und die überwältigende Mehrheit der friedlichen Gläubigen zu Paria der Gesellschaft machen wollen.

Die Attentäter von Paris müssen schnell gefasst und vor Gericht gestellt werden.


Köln, 07.01.2015"