Bavariapark

Die nur 6,8 ha große Parkanlage liegt auf der Theresienhöhe - westlich der Bavaria und der Ruhmeshalle.

Der knapp 200 Jahre alte Bavariapark steht unter Naturschutz und ist ein Baudenkmal nach dem Bayerischen Denkmalschutzgesetz, das aufgrund seiner baulichen und historischen Bedeutung als Kulturdenkmal eingestuft wird.

In Art. 4 Bayer. Denkmalschutzgesetz ist verfügt, dass die Eigentümer von Baudenkmälern ihre Baudenkmäler instand zu halten, instand zu setzen, sachgemäß zu behandeln und vor Gefährdung zu schützen haben. Darüber hinaus ist die Verpflichtung zum Denkmalschutz auch in internationalen Vereinbarungen verankert (Charta von Venedig über die Konservierung und Restaurierung von Denkmälern und Ensembles von 1964, Charta von Florenz über historische Gärten von 1981).

Eigentümer des Bavariaparks ist die Landeshauptstadt München und damit

alle münchner Bürgerinnen und Bürger. Daher der dringende Appell an alle Parkbesucher:



Haltet die Parkanlage sauber und verschont die bepflanzten Baumbereiche durch Benutzung der angelegten Wege!

Flora und Fauna werden es Euch danken!

 

 

Der unter König Ludwig I. von Bayern vom 1826 bis 1831 westlich der Ruhmeshalle angelegte Theresienhain bildete ursprünglich mit dieser eine gestalterische Einheit und präsentierte sich als hainartig angelegter Park im landschaftlichen Stil. 

 

Die Parkanlage wurde dann 1853 nach der Aufstellung der Bavaria in Bavariapark benannt. Öffentlich zugänglich wurde die Parkanlage aber erst 1872 – mit Spazierwegen, dem „König-Ludwigs-Hügel“ und einem seinerzeit unberührten Baumbestand.



Im Jahr 1904 gründete sich der Verein Ausstellungspark München e.V. Ziel des Vereins war, einen Zentralen Messeplatz zu errichten. Zu diesem Zweck wurden sog. "Anrecht-Scheine" ausgegeben:

 

Der Ausstellungspark wurde 1908 im Rahmen des 750. Stadtgründungstages mit einer feierlichen Jubiläumsausstellung eröffnet. Bis zur Gründung der Messe- und Ausstellungsgesellschaft im Jahr 1964 fanden dort etwa 320 Veranstaltungen statt.

 

Im Rahmen der vorgenannten großen Leistungsschau „München 1908“ als Ausstellungspark neu konzipiert, kam es zur umfangreichen Ausstattung  des Bavariaparks mit Brunnen, Großplastiken und Parkarchitekturen:

 "Ruhender Faun"

 

"

"Liegende Flussnymphe"

Die "Gruppe zweier Bronzepferde auf barockisierendem Steinsockel" (1908 von Georg Römer) stand ursprünglich im Wasserbassin des Figurenhains des 1908 eröffneten "Ausstellungsparks" (zum Ausstellungspark siehe auch "Chronik des alten Messegeländes" in der Rubrik "Auf historischen Spuren").



Prof. Georg Roemer wurde am 19. Januar 1868 in Bremen geboren und war ein deutscher Bildhauer und Medailleur. Er studierte in Dresden, Berlin, Paris, Rom, Florenz und war ein Schüler von Adolf von Hildebrand. In München setzte er außerdem einen Brunnen ("Große Schule", Königinstr. 107, Münchner Rückversicherung) und fertigte einen Speerträger für die große Halle der Ludwig-Maximilians-Universität München. Roemer starb 1922 in München.

 

In den 1960 und 1970er Jahren verlor der Park durch intensive Nutzung, Wegebau, Einzäunung sowie Rückbau durch Aufstellen von Messebauten seinen ursprünglichen Charakter.

Durch den Umzug der Messe München auf das neue Messegelände nach München-Riem im Jahr 1998 ergab sich die Chance, auf Grundlage eines Parkpflegewerks die historische Dimension des Parks wieder herauszuarbeiten. Dabei musste der stark zugenommener Nutzungsdruck durch die mittlerweile fertiggestellte umgebende neue Wohnbebauung, das Verkehrsmuseum und den angrenzenden Biergarten konzeptionell mit der Freizeitnutzung sowie dem Denkmal- und Naturschutz ausbalanciert werden. Die Parkanlage ist für die Öffentlichkeit seit 1999 wieder uneingeschränkt zugänglich.



 

Die seit 2007 durchgeführten Instandsetzungs- und Wiederherstellungs-maßnahmen umfassten eine Überarbeitung des Gehölzbestandes mit Pflegeschnitten und Neupflanzungen für rund eine halbe Mio. Euro.

Das Wegenetz wurde dem historischen Vorbild angenähert und der nordöstliche Eingangsplatz wiederhergestellt. Die im Park verteilten Plastiken wurden nach Möglichkeit an ihre ursprünglichen Standorte zurückversetzt:

 

 

 

Der Bavariapark im Winter ...

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Motorrad- und Sportwagenrennen "Rund um die Bavaria"

 

 

Am 9. Juni 1947 fand das zweite große Motorradrennen "Rund um die Bavaria" statt. Bekannte Rennfahrer standen auf der Teilnehmerliste. Beim Rennen der 500 ccm-Klasse siegt der allen überlegene Schorsch Meier mit seiner schon aus der Vorkriegszeit stammenden BMW-Kompressor-Maschine.

 

 

Foto: br-online    Quelle: Stadtchronik München

Beim Sportwagen-Rennen ereignete sich ein schwerer Unfall, es gab acht Tote und dreißig Schwerverletzte. Konsequenz des Ereignisses war ein Verbot von Straßenrennen in geschlossenen Siedlungen.