Schießstätte der

königlich priviligierten Hauptschützengesellschaft

 

Am 22. Februar 1851 kaufte die königlich priviligierte Hauptschützengesellschaft den Pschorranger auf der Theresienhöhe (heute Saturn-XXXLutz-Block). Die Grundsteinlegung der damals 288 Mitglieder umfassenden Gesellschaft erfolgte am 06. September 1851. Am 07. August 1853 war es dann soweit: Die neue Schießstätte wurde mit einem sechs Tage dauerndem Festschießen eingeweiht. An diesem Festakt nahmen auch König Maximilian II., seine Söhne sowie der gesamte Hofstaat teil. Bereits im Jahr 1893 musste die weitläufige Anlage mittels Umzug der Gesellschaft nach Mittersendling jedoch wieder aufgegeben werden, weil die Ausdehnung der Stadt München und die dichte Bebauung der Schwanthalerhöhe dies erzwangen. Das Gebäude selbst bestand noch bis zum 2. Weltkrieg fort, wurde jedoch im Bombenhagel zerstört. Noch heute erinnert die "Schießstättstraße" an den damaligen Standort.

(Quelle/Bild: Königlich privilegierte Hauptschützengesellschaft München 1406)

Maximilian II. Joseph (* 28. November 1811 in München;

† 10. März 1864 in München) aus dem Hause Wittelsbach war von 1848 bis 1864 König von Bayern. 

Er war der Vater der bayerischen Könige Ludwig II. und Otto I. sowie der ältere Bruder des späteren Prinzregenten Luitpold.

Den Münchnern hinterließ er die städtebaulich weltweit einzigartige Maximilianstraße im sog. "Maximiliansstil".

Vorstadthaus

Holzapfelstraße 4



spätklassizistisch, mit profilierten Gesimsen, 1865 von Josef Weyrather (geb. 28.05.1816 in Friedberg, gest. ?). Eines der ersten - noch erhaltenen - Gebäude des 8. Stadtbezirks.

"Hauberrisser"-Haus



malerischer Rohbacksteinbau in deutscher Renaissance.

 

Sein Wohnhaus in der Schwanthalerstraße 106 erbaute sich der grazer Architekt und Baumeister Georg von Hauberrisser 1878/79 nach eigenen Entwürfen.

Im 2. Weltkrieg wurde das linksseitige Drittel des Hauses leider unwiederbringlich zerstört.

 

Zwischen 1911 und 1914 lebte in dem Haus der Komponist Rudi Stephan.

Georg Joseph Ritter von Hauberrisser

geboren am 19. März 1841, studierte zunächst Technik am Joanneum in Graz. 1862 siedelte er dann nach München über, um hier Architektur bei Gottfried von Neureuther, Georg Friedrich Ziebland und Ludwig Lange zu studieren. In Berlin waren seine Lehrer Johann Heinrich Strack und Karl Bötticher, in Wien schließlich Friedrich von Schmidt, der ihn maßgeblich im Sinne der Neugotik beeinflusste. Hauberrisser ließ sich 1866 endgültig als Architekt in München nieder, wo er ab 1867 als sein bedeutendstes Werk das neugotische Neue Münchner Rathaus erbaute. Als sakrale Bauten von Hauberrisser sind die neugotische Herz-Jesu-Kirche in seiner Heimatstadt Graz (1881 bis 1891) und die neugotische Paulskirche in München (1892 bis 1906) bekannt. Er wurde vielfach ausgezeichnet: mit der Ehrendoktorwürde (Dr. techn. h.c.) der Technischen Hochschule Graz sowie als Ehrenmitglied (1874) und königlicher Professor (1876) der Kunstakademie München. 1871 gewann er die Goldene Medaille in München und 1873 die Ehrenmedaille der Weltausstellung in Wien. Vom österreichischen Kaiser erhält er den Orden der Eisernen Krone, vom preußischen König den Kronenorden. Das Königreich Bayern verlieh ihm den Maximiliansorden für Kunst und Wissenschaft sowie den Königsorden, verbunden mit der Verleihung des persönlichen Adels. Er erhielt außerdem die Ehrenbürgerwürde der Städte München und Kaufbeuren. Hauberisser verstarb schließlich am 17. Mai 1922 in München.



Rudi Stephan

wurde am 29. Juli 1887 in Worms geboren und galt als eine der großen Komponistenhoffnungen seiner Generation. 1911 stellte er erste Kompositionen vor. Während seines Einsatzes im Ersten Weltkrieg fiel Rudi Stephan im Jahr 1915. Aufgrund seines frühen Todes konnte er nur wenige Werke vollenden. Seine Musik entstand zur Zeit der Wende von der ausgehenden Spätromantik zur Moderne und bezieht sowohl tonale Tradition (Richard Wagner) als auch impressionistische Klänge und freitonale Entwicklungen mit ein. Leider ist von seinen Werken nur erhalten, was der Musikverlag Schott im Druck herausgegeben hat, denn sein Nachlass wurde nach einem Bombenangriff auf Worms im Februar 1945 ein Raub der Flammen.



Wohnhaus Schwanthalerstr. 144

 

Neurenaissance, reich gegliedert und stuckiert, 1884 von Franz Fink

Das Wohnhaus ist - wie das Hauberrisser Haus - eines der ersten, das im Villenstil auf der damals noch weitestgehend unbebauten Sendlinger Haid gebaut wurde.

Es war ursprünglich noch als freistehende Villa geplant; wegen der Festlegung einer dichten Bebauung der Schwanthalerhöhe als Arbeiter-

quartier musste diese Planung wieder aufgegen werden und die umstehenden Häuser rückten sehr nahe an das Gebäude heran. Sehr aufwändig restauriert ist es auch heute noch ein Juwel im Stadtbezirk.

"Bahnerer"-Häuser / Grasserstraße

 

Die beiden Häuser wurden von der königlich-bayerischen Staatsbahn an der Hackerbrücke nahe dem Hauptbahnhof 1897 im Stil eines palazzoähnlichen Neurenaissancebaus für deren Bedienstete erbaut.



Beide Häuser befanden sich bis zum Verkauf (Jahreswechsel 2010/11) in Besitz der Immobilientochter der Deutschen Bahn; aus Furcht vor Luxussanierung gründete sich zwischenzeitlich eine Mieterinitiative.

 

Hackerbrücke

 

Die Hackerbrücke überspannt auf 177m die Gleisanlagen des münchner Hauptbahnhofs und verbindet die Landsberger Straße auf der Schwanthalerhöhe mit der Arnulfstraße und damit mit dem ehemaligen Marsfeld in der Maxvorstadt. Die Hackerbrücke ersetzte die 1870 gebaute und 140m lange Herbststraßenbrücke; sie wurde 1890–1894 durch MAN (Maschinenfabrik Augsburg Nürnberg) erbaut und ist heute eine der wenigen noch erhaltenen Stahl-Bogenbrücken des 19. Jahrhunderts in Deutschland.

 

 

 

 

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Hackerbrücke teilweise zerstört und 1953 rekonstruiert.

 

Eine gründliche Sanierung erfolgte 1983/84: seitdem ist ein Brückenlagersockel von 1892 (Gusseisen - 3750 kg) am Südende der Brücke ausgestellt.

 

Chronik des alten Messegeländes 



Die Gründung des Vereins Aus­stel­lungs­park im Jah­re 1904 war der Be­ginn ei­ner lan­gen Ge­schich­te wirt­schaft­licher, kul­tu­rel­ler, sport­li­cher und ge­sell­schaft­li­cher Be­geg­nun­gen auf der The­re­sien­höhe. Mit der Aus­stel­lung "Mün­chen 1908" wur­de der Aus­stel­lungs­park am 16. Mai 1908 an­läß­lich des 750. Stadt­grün­dungs­ta­ges er­öf­fnet:



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Seit­dem ha­ben bis zur Grün­dung der Münch­ner Mes­se- und Aus­stel­lungs­ge­sell­schaft im Jah­re 1964 un­ter der Lei­tung des Ver­eins Aus­stel­lungs­park über 320 Ver­an­stalt­un­gen un­ter­schied­lich­ster Art auf der The­re­sien­höhe statt­ge­fun­den.

 

Die Gründung der Münchner Messe- und Aus­stel­lungs­ge­sell­schaft am 01. April 1964 mar­kier­te den Wan­del im Münch­ner Mes­se­ge­schehen. An die Stel­le der rei­nen Flächen­ver­mie­tung tra­ten die kon­ti­nu­ier­liche Kon­zept­ions­ar­beit und stra­te­gi­sche Plan­ung von Fach­mes­sen mit in­ter­na­tio­na­ler Aus­rich­tung, die sich am In­no­va­tions­tem­po der tech­no­lo­gi­schen Ent­wick­lung or­ien­tier­ten. Auf der Theresienhöhe wurde ab 1964 die Ba­sis für heu­te in­ter­na­tio­nal re­nom­mier­te Leit­mes­sen wie Elec­tro­ni­ca, Pro­duc­tro­ni­ca, Bau, Ifat, Bau­ma, ISPO, Ana­ly­ti­ca, La­ser und vie­le mehr ge­legt. Seit 1964 wur­den von der Un­ter­neh­mens­grup­pe Mes­se Mün­chen In­ter­na­tio­nal in die­sem Gel­ände rund 450 Fach­mes­sen und Aus­stel­lun­gen durch­ge­führt. Da­zu ka­men über 2000 große und klei­ne­re Gast­ver­an­stal­tun­gen, für die die MMG eben­falls Dienst­leis­tun­gen er­brach­te. Das heißt, rund 50 Mil­lio­nen Be­su­cher und fast 500.000 Aus­stel­ler aus al­len Kon­ti­nen­ten sind hier mitt­ler­wei­le zu­sam­men­ge­kom­men.

 

 

Um dieses umfangreiche Messeprogramm durch­führen zu kön­nen, wur­de auf der The­re­sien­höhe im Lau­fe der Jah­re die Hal­len­flä­che im­mer wie­der er­wei­tert. Im Grün­dungs­jahr der MMG stan­den 17 Hal­len mit 44.000 qm Aus­stel­lungs­flä­che zur Ver­fü­gung. Am Schluß wa­ren es 20 Hal­len und vier Pa­vil­lons mit 110.000 qm Aus­stel­lungs­flä­che:



Bau der 3 letzten und größten Messehallen (21-23) südlich des Bavariaparks

(Foto: Münchner Wochenblatt)

 

Aber auch die­se Flä­che reich­te nicht für die große Nach­fra­ge bei vie­len Ver­an­stal­tun­gen. So war die Ver­la­ger­ung des Mes­se­ge­län­des auf das Are­al des ehe­ma­li­gen Flug­ha­fens München-Riem die Chan­ce, dem Mes­se­we­sen in Mün­chen eine lang­fris­ti­ge und sta­bi­le Zu­kunft zu ge­ben. Am 15. September 1998 um 11.00 Uhr  war es so­weit: Mes­se­chef Man­fred Wutzl­ho­fer über­gab den Schlüs­sel für das Mes­se­ge­lände auf der The­re­sien­höhe an Ober­bür­ger­meis­ter Chris­tian Ude. Damit ging die 94-jäh­rige Ge­schich­te des Aus­stel­lungs­parks und die 34-jäh­rige Ge­schich­te des Mes­se­ge­län­des auf der The­re­sien­höhe zu En­de.

 

Mit dem 15. September 1998 übernahm die Lan­des­haupt­stadt Mün­chen wie­der das Ge­län­de auf der The­re­sien­höhe. Nach und nach sind dort fast al­le Hal­len ab­ge­ris­sen und Platz für eine neue Nutz­ung ge­macht wor­den. Die Hal­len 3, 5 und 7 blei­ben al­ler­dings eben­so ste­hen wie auch das Kon­greß­ge­bäu­de und die so­ge­nan­nte GHM-Vil­la und wer­den so wei­ter­hin Zeug­nis von der Ge­schich­te des Münch­ner Mes­se­we­sens ge­ben.

 

Seit 1996 war der denkmalgeschütze Be­reich der al­ten Mes­se, die ehe­ma­li­gen Hal­len 3, 5 und 7, als Her­ber­ge ei­nes neu­en Zweig­mu­se­ums des Deut­schen Mu­se­ums vor­ge­se­hen. Am 11. Mai 2003, eröffnete zum 100. Geburtstag des Deutschen Museums, der ers­te Teil des Ver­kehrs­zen­trums in der Hal­le 3. Am 20. Oktober 2006 war es dann endlich soweit: Es folgten die beiden weiteren - völlig neu gestalteten - Hallen 1 und 2 zu den Themengebieten "Reisen" und "Stadtverkehr".

 

Quellen: Presseinformation der Messe München, Deutsches Museum

 

Zur Neubebauung des alten Messegeländes, zu den restaurierten Messehallen 1-3 und der restaurierten Kongresshalle siehe "Architektur". Zur Wiederherstellung der Parkanlagen siehe "Bavariapark".

 

 

Die erste Achterbahn Deutschlands:

"Riesen-Auto-Luftbahn" im Ausstellungspark 1908

 

Der Ursprung dieser Fahrgeschäfte liegt im 16. Jahrhundert in Russland. Abfahrten (Drops) aus Holz wurden mit Wasser übergossen, das durch die Temperatur gefror, sodass man diese künstlichen „Berge“ herunterfahren konnte. Damit man auch im Sommer fahren konnte, wurden später Schlitten auf Rädern entwickelt. Diese Idee brachten Napoleons Soldaten nach Westeuropa, insbesondere nach Frankreich, wo sie unter dem Namen Montagnes Russes („russische Berge“) bekannt wurden.

Die ersten Achterbahnen in der heutigen Vorstellung bildeten mit einer Holzkonstruktion eine geschlossene Strecke mit Bergen und Tälern (daher auch die Bezeichnung Berg-und-Tal-Bahn), die von einem allein durch die Schwerkraft angetriebenen Zug befahren wurde. Dazu wurde der Zug durch einen Kettenlift über den Lifthill auf eine ausreichende Höhe befördert.

Die erste regelrechte Achterbahn (in Form der Ziffer 8) wurde 1898 auf Coney Island eröffnet (Quelle: Wikipedia). 

 

Die erste Achterbahn Deutschlands, die aus Holz gefertigte Riesen-Auto-Luftbahn, wurde 1908 im Vergnügungspark der Ausstellung München vorgestellt:

 

Hauptzollamt



1909-12 wurde das Hauptzollamt München-West im Auftrag der Bayerischen Staatsregierung erbaut. Die Planung übernahm der königliche Regierungs- und Bauassessor Hugo Kaiser, die Ausführung leitete der königliche Ministerialrat Gustav Freiherr von Schacky auf Königsfeld. Das größtenteils von bayerischen Firmen erstellte Bauwerk war eines der ersten dieser Größe, das in Stahlbeton-Skelettbauweise hochgezogen wurde. Der Bau umfaßt neben dem für den Publikumsverkehr eingerichteten Hauptzollamt mit seinem Glockenturm ein 180 Meter langes Lagergebäude, einen Verwaltungstrakt, Bereiche für die zolltechnische Prüf- und Lehranstalt sowie Wohnblöcke für die Angestellten. Noch heute reichen die vorhandenen Kapazitäten für die anfallenden Aufgaben aus.
In der Festschrift von 1912 wurde auf die verwendete moderne Technik der
Anlagen hingewiesen. Verschiedene Baubereiche konnten mit Feuchtluft beschickt werden, Büro- und Wohnräume wurden mit Luftentstaubungs- und Frischluftzufuhranlagen ausgestattet, die Lehr- und Prüfanstalt erhielt
Diaprojektionsapparate und für aus dem Ausland kommende Flugzeuge wurde eine extra Entladestation gebaut.
Die Gesamtanlage wurde in abgestufter Weise durch künstlerischen Schmuck bereichert. So wirkt die den Bahnanlagen zugewendete Seite des Lagergebäudes bis auf ihre große Glaskuppel relativ streng und schmucklos, die Wohnanlage durch ihre Vielgestaltigkeit einladend, die Lehranstalt und der Verwaltungsbereich dagegen außerordentlich repräsentativ.
Bei letzterem wurde die Fassade mit plastischem Bildschmuck aus Muschelkalk und gestocktem Beton bereichert, das Vestibül bzw. die
Schalterhalle erhielten geschmiedete Ziergitter, geschnitzte Treppengeländerstützen, Schalterfronten aus poliertem Muschelkalk. Andere
Bereiche waren mit Wanddekorationen in Schablonentechnik verziert, die mit Palmettenfriesen, Perlschnüren und Kassetten die Wände gliederten. Umfangreiche Verglasungen brachten nicht nur Licht in die Räume, sondern trugen ebenfalls zur Gliederung der Bausubstanz bei.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Hauptzollamt von Sprengbomben getroffen, nach Ende des Krieges bis 1969 nutzten die Amerikaner den größten Teil für ein PX-Lager und bauten ihn ihren Zwecken entsprechend um. Dabei gingen viele der künstlerischen und baulichen Details verloren.
Seit 1976 wurden im Auftrag des Finanzbauamtes München I ein abschnittsweiser Umbau und, da die Gebäude inzwischen unter Denkmalschutz stehen, eine annähernde Rekonstruktion der Innenausstattung in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege vorgenommen. Bis zum 75-jährigen Jubiläum des Baues 1987 konnte der größte Teil der Arbeiten fertiggestellt werden.

(Quelle: Fraunhofer / www.baufachinformation.de)

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Luftaufnahme von 1979

 

Im Innenhof eines Wohnkomplexes in der Tulbeckstraße 26-28 erinnert ein Denkmal an die Fassfabrik Drexler. Auf einer Tafel steht: "Hier stand bis 1979 die Fassfabrik Drexler". Im Zuge der Stadtteilsanierung ließ dann 1985/86 die Landeshauptstadt München die Fabrik abreißen und 191 Wohnungen durch die Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung und die Gewofag errichten:

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Umspannwerk

 

 

Viele Fragen sich, welchem Zweck der Bau aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts dient.



 

 

Ein Blick auf die Rückseite des Gebäudes (Ben-Chorin-Weg) verrät es: ein Umspannwerk, das ursprünglich vor allem zur Versorgung des Ausstellungsparkes diente und auch heute noch gute Dienste tut.

 

 



zwischen Ganghoferstraße und Sinti-Roma-Platz

 

"Bergmann-Post"

 

Im Jahr 1885 wird die "Postexpedition 12" als erstes Postamt im Münchner Westen in der Landsberger Str. 35 eröffnet. Nach verschiedenen Umzügen übersiedelt das "Postamt München 12" im Jahr 1927 in die Bergmannstraße 47/49; das Gebäude beherbergte somit rund 80 Jahre lang das Postamt München 12; nach dem Verkauf des Gebäudes erfolgte die Umwandlung in Eigentumswohnungen; es befindet sich aber noch eine Filiale der Deutschen Post und der Postbank im Gebäude. Bei dem Gebäude selbst handelt es sich um einen denkmalgeschützten viergeschossiger Bau in Formen der Neuen Sachlichkeit mit hohem Walmdach, das 1926 bis 1928 von Robert Vorhoelzer, Franz Holzhammer und Walther Schmidt errichtet wurde.

Robert Vorhoelzer war ein am 13. Juni 1884 in Memmingen geborener Architekt; der Oberregierungsbaurat der Postbauverwaltung gilt als Vertreter der ansonsten in Bayern eher unterrepräsentierten klassischen Moderne. Seine Haupttätigkeit entfaltete Vorhoelzer als Oberbaurat der Postverwaltung in Bayern; hierzu gründete er mit Robert Poeverlein die „Bayerische Postbauschule“ (1920-1934).

1930 wurde Robert Vorhoelzer als Professor an die Technische Hochschule München berufen, jedoch wurde ihm während des Dritten Reichs als vorgeblichem „Baubolschewisten“ bereits 1933 der Lehrstuhl wieder entzogen. 1939 emigrierte Vorhoelzer in die Türkei, die ihn aber 1941 wegen des Vorwurfs der Spionage für Deutschland auswies. Nach Kriegsende konnte er zunächst seinen Münchner Lehrstuhl wieder einnehmen und wurde 1946 Rektor der TU München. Jedoch wurde er 1947 nach NS-Vorwürfen, die die Zeit des türkischen Exils betrafen, wiederum für ein halbes Jahr vom Dienst suspendiert, ehe er schließlich rehabilitiert wurde. Robert Vorhoelzer verstarb am 28. Oktober 1954 in München.

Walther Schmidt wurde am 17. November 1899 in Hammelburg geboren und studierte von 1919 bis 1923 an der Technischen Hochschule München Architektur. Anschließend war der Regierungsbaumeister und spätere Postbaurat Mitarbeiter von Robert Vorhoelzer in der Bauabteilung der Oberpostdirektion München. 1936 bis 1945 wechselte er als Ministerialrat in das Reichspostministerium in Berlin; dort verwirklichte er zahlreiche NS-Großprojekte. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er in Lindau als freier Architekt tätig und von 1951 bis 1967 Stadtbaurat in Augsburg, wo er sich vor allem mit dem Wiederaufbau der zerstörten Stadt beschäftigte. Walther Schmidt verstarb am 24. April 1993 in München.

Franz Holzhammer, ein Architekt der Postbauschule, wurde am 6. November 1893 in München geboren. 1912 - nach seiner Reifeprüfung - studierte er Architektur an der Technischen Hochschule München bei Theodor Fischer und Friedrich von Thiersch, musste das Studium jedoch von 1914 bis 1918 wegen seines Kriegsdienstes unterbrechen; im Krieg wurde er zudem lebensbedrohlichen verwundet. Nach seinem Abschluss 1920 begann er seine berufliche Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Oberpostdirektion München, wurde 1922 Regierungsbaumeister und 1924 Postbaurat, 1927 Leiter des Hochbausachgebiets der Oberpostdirektion Regensburg und ab 1930 Nachfolger für den an die TH München gewechselten Robert Vorhoelzer Leiter des Hochbausachgebiets der Oberpostdirektion München.

1932 trat Holzhammer der Bayerischen Volkspartei bei, um seine ablehnende Einstellung gegenüber dem Nationalsozialismus auszudrücken. Trotz wiederholten Aufforderungen, der NSDAP beizutreten, hat sich Holzhammer im Unterschied zu den meisten seiner Kollegen trotz erheblicher beruflicher Nachteile nie zu diesem Schritt drängen lassen. Zudem lehnte er ihm angebotene herausragende Positionen im nationalsozialistischen Bauwesen konsequent ab. Seine Beförderung zum Abteilungspräsidenten, die eigentlich 1940 fällig gewesen ist, erfolgte daher erst nach Kriegsende. Bereits während der letzten Kriegsjahre begann Holzhammer mit dem Wiederaufbau zerstörter Postbauten wie zum Beispiel des Postscheckamts an der Sonnenstraße. 1951 wurde er Vizepräsident der Oberpostdirektion München. Holzhammer verstarb am 5. Januar 1958 in München. 

 

Ledigenheim

 

Es ist das letzte in Europa noch betriebene Ledigenheim (Männerwohnheim) und wird vom gleichnamigen Verein getragen.

 

Die Wohnungsnot in München veranlasste im Jahre 1913 wohlhabende Bürger, unter ihnen auch der spätere Architekt des Ledigenheimes, Theodor Fischer, zur Gründung eines gemeinnützigen Vereins mit dem Ziel der Errichtung und Unterhaltung eines geeigneten Gebäudes. Eine Schenkung durch Theodor von Cramer-Klett ermöglichte bereits 1914 den Erwerb des 3,5 Hektar großen Grundstückes; der erste Weltkrieg verhinderte jedoch zunächst den geplanten Bau. Im September 1925 wurde schließlich der von Fischer geplante Bau genehmigt, der ab Februar 1926 errichtet und im Juni 1927 - mit damals noch 510 Zimmern - eingeweiht wurde. Zunächst war das Heim nicht voll belegt, da die Weltwirtschaftskrise etliche private Untervermieter als Konkurrenz auf den Plan rief. In der nationalsozialistischen Diktatur kam das Ledigenheim unter „gleichgeschaltete“ Leitung. Ab 1957 wurde das Haus renoviert, letzte Kriegsschäden beseitigt, die Zimmer auf Warmwasser umgestellt und teilweise zusammengelegt, so dass die heutige, etwas geringere, Kapazität entstand. Bis 2006 befand sich im südlichen Erdgeschoss ein Lokal mit dem Namen Ledigenheim. Dieses wurde in den 1960er Jahren unter anderem von Karl-Heinz Wildmoser geführt, der sich später als Münchner Großgastronom und vor allem als Vereinspräsident des TSV 1860 München einen Namen machte.

 

Das Gebäude wurde von Theodor Fischer als Rohziegelbau im Stil der Neuen Sachlichkeit entworfen. Zwei vierstöckige Gebäudetrakte, beide dreiflügelig in rechteckiger Hufeisenform angelegt, sind an ihren - einander gegenübergelegenen - Mittelflügeln durch einen schmalen dritten, drei Stockwerke höheren Gebäudeteil miteinander verbunden. Die Gesamtanlage steht somit auf langrechteckigem, symmetrischen Grundriss in der Form eines „H“, dessen obere und untere Enden rechtwinkelig verlängert sind. Der so an allen vier Seiten entstandene Hof ist in drei Fällen an der äußeren Seite durch einen erdgeschossigen Pavillon geschlossen; an der Bergmannstraße ist dieser Hof durch einen einstöckigen Portikus aus sechs Pfeilern begrenzt, der den Haupteingang bildet.  Insgesamt ergibt sich zwar ein monumentaler Eindruck, jedoch ist der erhöhte Mitteltrakt - im Grundriss der Mittelstrich des „H“ - so weit von den Straßenfronten zurückgesetzt, dass er nur vom Haupteingang aus sichtbar wird. Die schlichte Sachlichkeit der Gebäude wird dadurch gemildert, dass die Pfeiler des Portikus an den Gebäudefassaden als Lisenen weitergeführt werden; die Seitentrakte tragen darüber hinaus etwas zurückgesetzte Walmdächer, die in Kontrast zur sonst streng kubischen Form und rechteckigen Anordnung der Gebäudeteile stehen. Im Erdgeschossbereich sind die Fassaden durch eingeschnittene, also versenkte Reliefs von Karl Knappe verziert.

Die Anlage des Ledigenheims steht unter Denkmalschutz.

 Das Ledigenheim München bietet 382 Zimmer einfacher Austtattung mit Waschgelegenheit; die Zimmer werden möbliert vermietet. Toiletten und Gemeinschaftsduschen befinden sich in jedem Stockwerk. In einer Gemeinschaftsküche können sich die Bewohner selbst Mahlzeiten zubereiten; die Gemeinschaftsräume sind größtenteils mit Fernsehapparaten ausgestattet. Im August 2009 betrug die günstigste Miete für ein Zimmer 175 Euro.

(Quelle: Wikipedia)



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Bergmannstr. 35



http://www.ledigenheim.de/



Theodor Fischer

 

wurde am 28. Mai 1862 in Schweinfurt geboren und war ein bedeutender deutscher Architekt, Stadtplaner und Hochschullehrer. Er studierte nach dem Abitur am humanistischen Gymnasium ab 1880 bis 1885 Architektur in München. Er war ein Schüler von Friedrich von Thiersch, wandte sich aber bald von dem von Thiersch gelehrten Historismus ab. Zunächst arbeitete er 1886–1889 im Baubüro des Reichstags für Paul Wallot in Berlin und anschließend in Bürogemeinschaft mit dem Dresdner Architekten Richard Reuter. Zurück in München schloss sich von 1889 bis 1892 eine Zusammenarbeit mit Gabriel von Seidl an. 1893 wurde er Vorstand des Münchner Stadterweiterungsreferats (bis 1901). In dieser Position stellte er einen Generalbebauungsplan für München auf, der bis zum Zweiten Weltkrieg verbindlich galt und die Staffelbauordnung, die bis Anfang der 1990er Jahre akzeptiert wurde. 1908 erhielt Fischer einen Ruf als Professor für Baukunst an die damalige Technische Hochschule München (Aufnahme der Lehrtätigkeit 1909). Im gleichen Jahr verlieh ihm die Universität Jena die Ehrendoktorwürde (bei Fertigstellung des von Fischer entworfenen Universitätsgebäudes). 1919 wurde er zum Mitglied der Berliner Akademie der Bildenden Künste ernannt. 1928 wurde Fischer emeritiert.

Fischer starb am 25. Dezember 1938 in München und wurde auf dem Waldfriedhof bestattet.

 

Reifenfabrik "Metzeler"

 



1863 gründete der Kaufmann Robert Friedrich Metzeler in München einen Handel für Gummiwaren. Das Sortiment umfasste technische und chirurgische Artikel, Kurz- und Spielwaren, wetterfeste Kleidung, luft- und wasserdichte Gebrauchsgegenstände. 1871 entschied sich Metzeler neben dem Handel auch mit der Produktion von Gummiwaren zu beginnen und errichtete seine erste Fabrik in der Schwanthalerstraße.

Schon 1874 wurde er „Königlich Bayerischer Hoffabrikant für Gummi- und Guttaperchawaren“ (Guttapercha oder Gutta - malaiisch: getah „Gummi“, percha „Baum“ - ist der eingetrocknete Milchsaft des im malaiischen Raum heimischen Guttaperchabaumes). 1881 wurde aus dem Unternehmen eine Offene Handelsgesellschaft, die Metzeler oHG. Bereits 1887 reichten die Kapazitäten nicht mehr aus: Ein neues Werk in der Westendstraße 131-133 wurde errichtet, auf dessen Gelände sich heute der Gewerbehof Westend befindet:

Neue Methoden der Kautschukverarbeitung wurden entwickelt.

Mit der aufkommenden Luftfahrt erschloss sich für Metzeler ein neues Geschäftsfeld: Während die ersten Ballone noch Hüllen aus Leinwandstoff, innen und außen mit strapazierfähigem Papier oder Seide beklebt, besaßen, entwickelte Metzeler ein luftundurchlässiges Gewebe, bestehend aus Leinwand, Musselin und vulkanisiertem Kautschuk. Anlässlich der Pariser Weltausstellung 1878 lieferte Metzeler die Hülle für den bis dato weltgrößten Freiluftballon mit 36 Metern Durchmesser. Die Schaulustigen konnten darin die Aussicht auf Paris aus 500 Metern Höhe genießen.

So begann die Erfolgsgeschichte von Metzeler zwar zu Luft. Fortgeschrieben wurde sie allerdings entscheidend durch die Entwicklung des Automobils, welche ohne moderne Bereifung undenkbar gewesen wäre. Daher beteiligte sich Metzeler rege an der Entwicklung von Fahrrad-, Motorrad- und Autoreifen.

Am 7. Mai 1901 wandelte Robert Friedrich Metzeler sein Unternehmen rückwirkend zum 1. Januar 1901 in eine AG um und wurde Mitglied des Aufsichtsrates. Die Firma hieß bis 10. März 1933 „AG Metzeler & Co“.

Ab 1933 firmierte das Unternehmen unter „Metzeler Gummiwerke AG“ und ab 1965 als „Metzeler AG“. 1933 wurde der erste einsatztaugliche Reifen aus dem synthetischen Kautschuk Buna produziert – ein Erfolg, der vor allem im Zusammenhang mit der damals angestrebten Autarkie gesehen werden muss. 1945 waren zwei Drittel des Werks durch Kriegseinwirkung zerstört. Während des Wiederaufbaus entstanden zusätzlich zum Reifensektor neue Geschäftsbereiche wie technische Kautschukartikel und Produkte für den schnell wachsenden Freizeitmarkt. Die Palette der Gummi- und Kunststoffprodukte wurde ständig erweitert, z. B. PVC Fußbodenbeläge, Gummischläuche, Matratzen, Felgen- und Wulstbänder, Werkstattmaterialien, Polyesterartikel, Absätze für die Schuhindustrie, Sporttaucherartikel, Bootsbau für Sport und Freizeit, Platten und Folien aus verschiedenen Kunststoffen, Leim und Kleister etc. Zusammen mit dem Bereich Bereifung für Motorräder, Autos und Lastwagen entwickelte sich Metzeler in den Nachkriegsjahren so zu einem weltweit aktiven Konzern.

 

1972 kam es zu einer Kapitalerhöhung von 75 auf 100 Mio. DM. Die zusätzlichen 25 Mio. DM wurden von dem Chemiekonzern Bayer AG übernommen. Damit erreichte Bayer eine insgesamt 35%ige Beteiligung an der Metzeler AG. 1974 übernahm die Bayer AG überraschend drei Gesellschaften der Metzeler-Gruppe: Metzeler Kautschuk AG in München, Metzeler Schaum GmbH in Memmingen sowie Metzeler Isobau GmbH in Bad Wildungen und Mannheim. Daraufhin kam es zu einem schweren Streit zwischen Altaktionären, der Bayer AG und dem Bundeskartellamt, der im Jahr darauf zur Auflösung der Metzeler AG führte. 1978 erfolgte aus wirtschaftlichen Gründen eine Restrukturierung mit Ausgliederung der Metzeler Automotive Profile Systems, Lindau. Die Reifenproduktion wurde auf Motorradreifen konzentriert und vom Münchner Werk ins Werk Breuberg im Odenwald verlegt. 1979 wurde die Produktion im Münchner Werk endgültig eingestellt, worauf die Stadt München das Gelände erwarb. 1986 wurde die Metzeler Kautschuk GmbH von der Pirelli-Gruppe übernommen. Die Reifenaktivitäten wurden 1987 in der Metzeler Reifen GmbH mit Sitz in München zusammengefasst. (Quelle: Wikipedia)

 

Benediktus-Brauerei

 

Im Haus Westendstr. 76 befand sich einst die Benediktusbrauerei. Der Lagerkeller für die Bierfässer ist noch erhalten, wurde von der Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung zusammen mit dem Anwesen saniert. Er steht heute als "Kulturkeller" der Stadtteilkultur als Bühne und Veranstaltungsraum zur Verfügung:



http://kulturkeller.com/cmsms/

 



 

Spezialnähmaschinenfabrik "J. Strobel"

 

 

Heimeranstr. 68-70

 

 

 

Am 17.03.1883 übernimmt Johannes Strobel die Firma Simmerlein & Willareth und firmiert unter dem Namen "J. Strobel".

 

Das Unternehmen stellt Fahrräder her und repariert Nähmaschinen.

 

Die Firma zieht im Jahr 2005 nach Puchheim um und führt seither den Namen "Strobel Spezialmaschinen GmbH".

 

 

 

   Pelz-Nähmaschine (um 1920)

 

 

Rückgebäude

(von der Anglerstraße aus gesehen)

 

 

Kunstgießerei Robert Niedermeier

(vormals Kunstgießerei Hans Mayr)

 

 

Seit über 100 Jahren besteht die Kunstgießerei am Gollierplatz 8.



 

"Radschlagender Pfau"

(Kunstgießerei Hans Mayr)

aufgestellt in der:

Mauerkircher Str. 168

81925 München

Robert Niedermeier übernahm im Jahr 2003 die Kunstgießerei Hans Mayr. (Foto: Kunstguss.biz)

 

http://kunstguss.biz                  Gollierplatz 8

 

Tröpferlbad



Das Haus war bis 1992 ein so genanntes Tröpferlbad, also ein Wannen- und Brausebad für die Anwohner im Stadtteil. Es wurde bereits vor dem Zweiten Weltkrieg erbaut und schaut somit auf eine lange Vergangenheit zurück. In den meisten Wohnungen im 8. Stadtbezirk waren lange Zeit keine Sanitäranlagen vorhanden; lediglich in den Treppenhäusern befanden sich Gemeinschaftstoiletten und Waschstellen. Die Tröpferlbäder, die es in vielen Stadtteilen gab, waren somit für viele Bürger die einzige Möglichkeit, sich zu duschen oder gar ein Bad zu nehmen. Erst die ab den 1950er Jahren gebauten Wohnungen waren dann standardmäßig mit "Nasszellen" ausgestattet und als dann im Zuge von Altbausanierungen in den 1970er und 80er Jahren auch jene Wohnheiten aufgerüstet wurden, die vorher noch keine Bäder hatten, verloren die Tröpferlbäder schnell an Bedeutung. Sie wurden abgerissen oder umgenutzt, z.B. als Jugendtreff oder wie hier als Selbsthilfezentrum (SHZ).



 

Westendstr. 68

 

 

Alte Kongresshalle



Die Architekten Etzold, Strobl und Freymuth gestalteten in den Jahren 1952/53 das für die damalige Zeit sehr moderne Gebäude, das mitten im alten Messegelände lag und als dessen Veranstaltungszentrum diente; es war zu dieser Zeit die größte Halle dieser Art.  Nach dem Auszug der Messe 1998 wurde die Halle übergangsweise vom Bauzentrum München genutzt. Die Edith-Haberland-Wagner-Stiftung, die Gesellschafter der Augustiner Brauerei ist (50%), übernahm das Objekt 2004 und betreibt dieses mit ihrer Tochtergesellschaft EHW Immobilien. Die Stiftung restaurierte und sanierte das Gebäude mustergültig unter Beachtung der Bestimmungen des Denkmalschutzes. Die veraltete Technik wurde erneuert und störende Ein- und Umbauten aus Messezeiten wurden entfernt. Die Neubepflanzung griff die ursprünglichen Planung der 1950er Jahre wieder auf. Damit bleibt München ein Stück Architektur aus einer Epoche erhalten, die den Neuanfang nach dem 2. Weltkrieg symbolisiert und aus der leider nur wenig "stilecht" erhalten ist.

 

Theresienhöhe 15

 
Die Alte Kongresshalle steht auch wieder für Events aller Art zur Verfügung. Das denkmalgeschützte Gebäude bietet Sitzplätze für bis zu 850 Gäste von Kongressen und Firmenveranstaltungen. Außerdem ist die Alte Kongresshalle eine beliebte Location für Konzerte und Partys. Mehr Infos /Veranstaltungskalender unter:
 

http://venyoo.de/veranstaltungsort/3393/alte-kongresshalle-muenchen

 



Emil Freymuth wurde am 28. Mai 1890 in Köln geboren. Er studierte zunächst an der Baugewerkschule in Köln und anschließend an der Technischen Hochschule München.

1920 gründete er sein eigenes Architekturböro. 1938 bis 1945 arbeitete er daneben auch für das "Baubüro des Generalbaurats der Hauptstadt der Bewegung" (München).

Die von ihm geplante, heute denkmalgeschützte Siemens-Siedlung an der Boschetsrieder Straße in München-Obersendling mit ihren beiden 17-geschossigen „Sternhäusern“ war Anfang der 1950er Jahre die erste Hochhaus-Wohnsiedlung in Süddeutschland (Foto links).

 

Quellennachweis: Wikipedia