Nachfolgend ein Streifzug durch die architektonische Vielfalt des 8. Stadtbezirks. Weitere Beispiele finden Sie auch unter "Touristische Attraktionen", "Kurioses", "Kirchen" und "Schulen":

 



Steidle-Wohnturm

 

Der 43m hohe Wohnturm wurde 2002 errichtet und zog wegen seines außergewöhnlichen Aussehens nicht nur weltweit die architektonischen Blicke auf unseren Stadtbezirk sondern führte zu sehr kontroversen Diskussionen insbesondere bei der alteingesessenen Wohnbevölkerung.

 

Hans-Dürrmeier-Weg 2-4

Prof. Otto Steidle wurde am 16. März 1943 in München (Milbertshofen) geboren und war ein renommierter Architekt und Hochschullehrer. Er besuchte von 1956 bis 1959 die Wirtschaftsschule in München und studierte von 1965 bis 1969 an der Akademie der Bildenden Künste. Nach dem Diplom im Jahr 1969 gründete er das Büro Steidle + Partner. 1991 übernahm er eine Professur für Architektur an der Akademie der bildenden Künste München, deren Rektor er 1993 wurde. Am 29. Februar 2004 verstarb Prof. Otto Steidle plötzlich und unerwartet auf seinem Bauernhof in Harpfing. Prof. Steidle repräsentierte antiautoritäre Vorstellungen in der Architektur, berücksichtigte ökologische Aspekte und verwendete moderne Materialien. Er wird häufig zitiert mit dem Satz: „Nicht das Haus bestimmt die Stadt, sondern die Stadt bestimmt das Haus“. Damit wollte er auf die Notwendigkeit verweisen, die Bedürfnisse der Menschen ernst zu nehmen.

 



Central Tower München

 

(ehemals Munich City Tower

Das Hochhaus verfügt über 2 Untergeschosse, ein Erdgeschoss, 21 Stockwerke und zwei weitere Maschinen- und Anlagengeschosse in der Turmspitze. Es hat eine Höhe von 85 m, mit der 30 m hohen Antenne auf dem Dach beträgt die Gesamthöhe 115 m. Neben dem runden Turm (12102qm Geschossfläche) gehört ein 6-stöckiger Flachbau (10863 qm Geschossfläche), die so genannte „Basilika“, zum Gebäudekomplex. Ursprünglich war auch ein Steg geplant, der von der Basilika (als Shopping-Mal) parallel zur Donnersberger Brücke über die Bahngleise zur S-Bahn-Station verlaufen sollte; dieser wurde leider nie verwirklicht. Der Munich City Tower selbst wurde in den Jahren 2001 bis 2003 nach den Plänen des Architekten Heinz Musil errichtet. Vorangegangen war eine jahrzehntelange kontroverse Diskussion, da in München zuletzt 1981 (Hypo-Vereinsbank am Arabellapark) ein Hochhaus gebaut worden war, die schließlich 2004 in einem Bürgerentscheid endete - ausgelöst von den Planungen für "uptown munich" (O2-Gebäude am Georg-Brauchle-Ring) und knapp zu Gunsten der Hochhausgegner ausging (50,8 % Ja-Stimmen gegen Hochhäuser mit einer Höhe von über 100m; als Maßstab gelten den Münchnern seit eh und je die Türme des Liebfrauendoms). Ende 2009 wurde der Munich City Tower in Central Tower umbenannt. Wenn auch nur einen Bruchteil so hoch erinnert der Central Tower nachts wegen seiner ausgefeilten Beleuchtung ein wenig an das Empire State Building in New York.

 

Landsberger Str. 112

 

http://www.central-tower.com/

 



 

 

Dipl. Ing. Heinz A. Musil (Architekt BDA)

 

Informationen unter:

http://www.musil-architekten.de/Musil-Architekten.html

 

 

 

 

 

 

 



Architektur im Stadtbezirk - damals und heute

 

 



Fassadenpreis der Landeshauptstadt München 2010

für Astallerstraße 6 :



neubarock, reich gegliedert und stuckiert, 1904 von Ernst Dressler

 

 

Altbaubestand vor 1945

 

(mehr als die Hälfte des Baubestandes im 8. Stadtbezirk stammt aus dieser Zeit und ist heute weitestgehend saniert; vertreten sind alle - insbesondere historisierende - Baustile dieser Zeit; vorherrschender Baustil östlich der Bergmannstraße ist jedoch jener der Neurenaissance, westlich der Bergmannstraße beherrschen barockisierende Baustile das Straßenbild.)

 





(Mauszeiger auf Bild = Beschreibung / klicken auf Bild = Vergrößerung)

 

Rückgebäude (sog. Stadtvillen)

 

 

Die Moll-Blöcke

 

Leonhard Moll wurde 1870 in Külsheim-Erkenbrechtshofen (heute ein Ortsteil von Bad Windsheim in Mittelfranken) als Sohn eines Tagelöhners geboren. Nach einer Lehre im Baugewerbe war er zunächst Angestellter der Stadt München, bis er 1894 sein Bauunternehmen gründete. Moll baute neben Wohnhäusern auch Gebäude der öffentlichen Hand, war im Wasserbau tätig (Schifffahrtswege, Hafenanlagen) und errichtete Industriebauten. Nach dem Ersten Weltkrieg errichtete er einen damals modernen Bauhof mit Werkstätten, Magazinen, Lagerhallen und Verladeeinrichtungen. 1926 erweiterte er das Geschäftsfeld um eine Abteilung für Straßenbau. 1929 gründete Moll außerdem ein Betonwerk. Er starb 1945 in München.

 

Die Leonhard Moll AG ist heute ein traditionsreicher deutscher Konzern mit Sitz in München. 2006 erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatz im dreistelligen Millionenbereich und beschäftigte über 600 Mitarbeiter. Der Konzern Moll KG besteht heute aus der Industriesparte Leonhard Moll AG (Leonhard Moll Betonwerke GmbH & Co., Keimfarben GmbH & Co.KG, und dem Bauträger Moll Areal GmbH & Co.KG) sowie der Immobiliensparte Hermes Beteiligungs-GmbH (Moll Immobilien Management GmbH). Zu letzterer Gehören die nachfolgend gezeigten Mietwohnungs-Blöcke.

 



Der gelbe Block (Ganghoferstraße-Sandtnerstraße-Geroltstraße-Anglerstraße) wurde 1927 / 1928 mit insgesamt 118 Wohnungen und 5 Läden erbaut; das Bauwerk ist reich verziert mit Tierskulpturen. Architekt war Theodor Fischer.

Starten der Bildergalerie:

in der Symbolleiste auf den Pfeil ganz rechts klicken



Theodor Fischer wurde am 28. Mai 1862 in Schweinfurt geboren und war ein bedeutender deutscher Architekt, Stadtplaner und Hochschullehrer. Er studierte nach dem Abitur am humanistischen Gymnasium ab 1880 bis 1885 Architektur in München. Er war ein Schüler von Friedrich von Thiersch, wandte sich aber bald von dem von Thiersch gelehrten Historismus ab. Zunächst arbeitete er 1886–1889 im Baubüro des Reichstags für Paul Wallot in Berlin und anschließend in Bürogemeinschaft mit dem Dresdner Architekten Richard Reuter. Zurück in München schloss sich von 1889 bis 1892 eine Zusammenarbeit mit Gabriel von Seidl an. 1893 wurde er Vorstand des Münchner Stadterweiterungsreferats (bis 1901). In dieser Position stellte er einen Generalbebauungsplan für München auf, der bis zum Zweiten Weltkrieg verbindlich galt und die Staffelbauordnung, die bis Anfang der 1990er Jahre akzeptiert wurde. 1908 erhielt Fischer einen Ruf als Professor für Baukunst an die damalige Technische Hochschule München (Aufnahme der Lehrtätigkeit 1909). Im gleichen Jahr verlieh ihm die Universität Jena die Ehrendoktorwürde (bei Fertigstellung des von Fischer entworfenen Universitätsgebäudes). 1919 wurde er zum Mitglied der Berliner Akademie der Bildenden Künste ernannt. 1928 wurde Fischer emeritiert.

Fischer starb am 25. Dezember 1938 in München und wurde auf dem Waldfriedhof bestattet.

 

Der grüne Block (Ganghoferstraße-Anglerstraße-Geroltstraße-Ridlerstraße) wurde 1926 - 1928 erbaut. Das Bauwerk ist verziert mit Fassadenfiguren und geschwungenen Eckbalkonen. Der Entwurf stammt von den Architekten Eduard Herbert und Otho Orlando Kurz:



Starten der Bildergalerie:

in der Symbolleiste auf den Pfeil ganz rechts klicken



Otho Orlando Kurz wurde am  1. Juni 1881 in Florenz (Italien) als Sohn des Bildhauers Erwin Kurz geboren. 1893 wurde der Vater als Professor an die Münchner Kunstakademie berufen und Otho Orlando besucht in München das Gymnasium , nach dem Abitur studierte er zunächst Elektrotechnik, wechselte dann aber ins Fach Architektur. Nach dem Diplom arbeitete Kurz unter anderem bei Friedrich von Thiersch, Hans Grässel und Heinrich von Schmidt als Praktikant.

1908 gründete er zusammen mit Eduard Herbert ein Architekturbüro, das zahlreiche prestigeträchtige Bauaufträge in München erlangen konnte. 1911 wurde Kurz zum Professor an der Technischen Hochschule München ernannt und unterrichtete dort Zeichnen.

Während des Ersten Weltkrieges schied er 1917 aus dem Kriegsdienst aus, um für die Bayerischen Motorenwerke (BMW) einen Industriebau in München zu errichten; für die BMW arbeitete er immer wieder als Hausarchitekt bis 1928. Neben seiner Bautätigkeit entwarf er auch Möbel und Grabmonumente .

Otho Orlando Kurz verstarb am 11. Mai 1933 an einer Blutvergiftung, die er sich beim Rasieren zugezogen hatte. (Quelle: Wikipedia)

 

- zu Eduard Herbert gibt es leider keine Informationen -



 

100 Jahre genossenschaftlicher Wohnungsbau im 8. Stadtbezirk:

Wohnungsbaugenossenschaft München-West eG

 

Die Wohnungsgenossenschaft München-West wurde im Februar 1911 gegründet, feiert also 2011 das 100-jährige Bestehen.
Mit inzwischen 3.363 Wohnungen ist sie die größte Wohnungsgenossenschaft in München und zweitgrößte in Bayern.

 

Nachfolgend die Wohnblöcke der Genossenschaft im 8. Stadtbezirk - chronologisch nach Bauzeit:



Starten der Bildergalerie:

in der Symbolleiste auf den Pfeil ganz rechts klicken



 

Informationen zur Wohnungsgenossenschaft München-West eG:

http://www.wg-muenchen-west.de/



 

Baubestand nach 1945 bis 1999

 

 

1950er



 

1960er / 1970er



 

1980er



 

1990er



 

seit 2000



 

Bürogebäude



 

Medienfabrik Ganghoferstraße 68-70

 

 

Die Medienfabrik (fertiggestellt 2010) befindet sich auf dem ehemaligen Gelände der Fa. Johannes Beutler (heute bekannt als Fa. Maurer Söhne GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsfeldern: Stahl- und Brückenbauten, Schwingungsdämpfer, Erdbebenvorrichtungen sowie Spezialanlagen für Freizeit- und Vergnügungs-parks wie Achterbahnen und Freifalltürme), die dort vor allem in den 1960er Jahren ausrangierte Dampflokomotiven der Deutschen (Bundes)Bahn zerlegte.

Das ehemalige EDEKA-Lagerhaus aus dem Jahr 1909 wurde saniert, ein Cafe und Restaurant mit Veranstaltungssaal eingebaut und als Büro-Loft-Gebäude in die Medienfabrik integriert. 



 

Das Gelände ist nun campusartig angelegt; das Architekturkonzept basiert auf den Prinzipien des Feng Shui - der fernöstlichen Kunst und Wissenschaft, mit Umgebung und Natur in Harmonie zu leben - und ist nach Feng-Schui-Richtlinien zertifiziert.



 

Nachnutzung des 1998 freigewordenen Messegeländes

  

 

 

Die drei restaurierten Ausstellungshallen aus dem Jahr 1908



Starten der Bildergalerie:

in der Symbolleiste auf den Pfeil ganz rechts klicken



 

Überplanung und Neubebauung des freigewordenen Geländes

(im Bild rot-orange dargestellt)

 

(c) Steidle und Partner

 

Da die Messe München 1998 in die neue Messestadt Riem umzog, wurde das ehemalige Ausstellungsgelände am Rand der Innenstadt, in direkter Nachbarschaft zur Theresienwiese, als neues Stadtquartier - nicht Stadtteil, wie fälschlicherweise in manchen Publikationen behauptet wird - mit einer Fläche von 47,1 Hektar überplant. Es wurden rund 4.000 bis 5.000 Arbeitsplätze und 1.400 Wohnungen für rund 3000 NeubürgerInnen der Schwanthalerhöhe geschaffen. In die verbliebenen drei denkmalgeschützten Hallen zog nach aufwändiger und kostenintensiver Restaurierung das Verkehrszentrum des Deutschen Museums.

 

Das Gesamtkonzept des Stadtteils wurde auf Grundlage eines städtebaulichen Ideenwettbewerbes des Jahres 1996 entwickelt. Wettbewerbssieger war das Büro des Architekturprofessors Otto Steidle (München) zusammen mit dem Landschaftsarchitektur-Büro Thomanek und Duquesnoy (Berlin).



Südlich des Bavariaparks

Westlich des Bavariaparks

 

Nördlich des Bavariaparks

 

 

"Theresie"



 

Nachnutzung "Zentrale Bahnflächen"

 

Über eine Länge von acht Kilometer, vom Hauptbahnhof im Osten bis zum
Würmgrünzug im Westen, liegt entlang der Bahnachse die größte Entwicklungsfläche innerhalb des Münchner Stadtgebietes. Mitte der 90er Jahre wurden die in der Innenstadt gelegenen Container-, Stückgut- und Rangierbahnhöfe an den Stadtrand verlegt. Rechnet man die Flächen der Deutschen Post AG an der Wilhelm-Hale-Straße sowie Teilflächen von DaimlerChrysler Immobilien an der Arnulfstraße hinzu, dann standen und stehen insgesamt ca. 173 Hektar für neue Nutzungen zur Verfügung. Unter dem Motto "kompakt, urban, grün" entstehen auf den Zentralen Bahnflächen lebendige, eigenständige und zeitgemäße Quartiere, die sich in die Nachbarschaft einfügen und gleichzeitig mit ihren Grünflächen, Plätzen und Wegen, Läden, Cafes und kulturellen Einrichtungen neue Angebote schaffen.

(c) Landeshauptstadt München - Referat für Stadtplanung und Bauordnung

 

linksseitige Neubebauung von der Hackerbrücke zur Donnersbergerbrücke

(= 8. Stadtbezirk)

 

 

 

Im Frühsommer 2012 wurde das letzte Bauprojekt abgeschlossen:



"Donnersberger Höfe"

 

Bei der EXPO REAL 2010 wurde das Projekt

als eines der ersten Wohnimmobilienprojekte überhaupt

von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB)

mit dem Silber-Standard vorzertifiziert.

Starten der Bildergalerie:

in der Symbolleiste auf den Pfeil ganz rechts klicken

 

 

Noch nicht verwirklicht wurde der Fußgänger- und Fahrradsteg zwischen der Hacker- und der Donnersbergerbrücke über die Bahngleise als Verbindung zwischen der Philipp-Löwenfeld-Straße (8. Stadtbezirk) und der Erika-Mann-Straße (9. Stadtbezirk):

 

 

Der Steg östlich der Donnersbergerbrücke bildet die Fortsetzung der Fahrradhauptroute

in der Bergmannstraße nach Norden über die Gleise hinweg und ist wesentliches Element einer attraktiven Stadtteilverbindung Westend – Neuhausen mit dem Arnulfpark. Durch

eine direkte Anbindung des Steges an den S-Bahn-Halt Donnersbergerbrücke ist eine optimierte Verknüpfung der nördlich und südlich liegenden Planungsgebiete mit dem ÖPNV vorgesehen. (Quelle / Bild: Landeshauptstadt München - Referat für Stadtplanung und Bauordnung)

 

 

 

Europäisches Patentamt



1813 errichtete die Hackerbrauerei erste Lagerkeller an der Theresienhöhe, die in der Folge zur Brauerei ausgebaut wurden. Die Produktion wurde Mitte der 1980er Jahre auf das Gelände der Paulaner-Brauerei an der Hochstraße in der Au verlagert und die Hacker-Brauerei abgerissen.

Im Anschluss wurde von 1988 bis 1992 für 401,9 Millionen DM der erste Abschnitt das Europäischen Patentamtes ("Pschorrhöfe", Bayerstraße / Landsberger Straße) gebaut. Es folgte ein zweiter Bauabschnitt auf dem gegenüberliegenden Gelände (ehemals "Möbel Krügel") mit sog. "Stadtbalkon" (nachts grellbunt beleuchtet). Beide Komplexe wurden mit einer Bogenbrücke über die Landsberger Straße verbunden, die insbesondere den Oktoberfestbesuchern das ungefährdete queren zwischen Oktoberfest und S-Bahn-Station "Hackerbrücke" ermöglichen soll. Wenig später folgte am südwestlichen Ende der Hackerbrücke (Grasserstraße) der 3. Bauabschnitt auf dem Gelände des ehemaligen "Milchladehofs". Und schließlich zog das Europäische Patentamt auch in das Gebäude an der Landsberger Str. 30 (vormals "Spedition Schenker") ein.

 

Infos zum Europäischen Patentamt:

http://www.epo.org/about-us/office_de.html

 

Für die Fußgängerbrücke über die Bayerstraße kam das erste Mal
hochfester Stahl S 690 für die tragende Konstruktion im Brückenbau zur Anwendung. Die Brücke schafft eine barrierefreie Verbindung für Fußgänger und Fahrradfahrer zwischen der S-Bahn-Station Hackerbrücke und der Theresienwiese, auf der das Oktoberfest seit 1810 stattfindet.

Eine hybride Stabwerkbogenkonstruktion überspannt mit 38 m die vierspurige Bayerstraße mit zwei Trambahngleisen, zwei Radwegen und zwei Gehsteigen.

 

 

Durch den Einsatz von Rundrohren aus hochfesten Stahl S 690 konnte der Bogen schlank und somit äußerst filigran dimensioniert sowie der Materialverbrauch optimiert werden. Der torsionssteife, als räumlicher Fachwerkträger ausgebildete Versteifungsträger, der sich aus der Gehplatte als Obergurt, einem Untergurtrohr, wiederum aus hochfesten Stahl, und Diagonalstreben zusammensetzt, stabilisiert den Bogen. Das Tragwerk der Brücke, einschließlich der Gehplatte, wurde komplett vorgefertigt. Mit einem Tieflader wurde die Brücke auf die Baustelle transportiert und innerhalb von Stunden per Autokran in die vorbereiteten Widerlager eingehoben.



 

ADAC - Headquarter

 

 

Seit dem Baubeginn in 2007 mehrmals unterbrochen stehen die Arbeiten am neuen Turm des ADAC-Hauptsitzes kurz vor dem Abschluss. An der Grenze des 8. Stadtbezirks - aber bereits im Nachbarbezirk Sendling-Westpark - gelegen "überschattet" ein weiteres weithin (z.b. vom "Bahndeckel" oder Georg-Freundorfer-Platz aus) sichtbares Hochhaus unseren Stadtbezirk.  An den Außenseiten des Turms entstand ein 29 000 Quadratmeter großes und kunterbuntes Mosaik, dominiert von der ADAC-Farbe gelb. Der spektakuläre Bau wurde vom berliner Architekturbüro „Sauerbruch-Hutton" entworfen. Er besteht aus einem fünfstöckigen Sockelbau mit einem Kilometer Umfang, aus dem sich der Turm erhebt, der insgesamt 23 Stockwerke (92m) in den Himmel ragt. Zum Jahreswechsel 2011/12 sollen 2400 Mitarbeiter in dem Gebäudekomplex einziehen, der dann die über das gesamte Stadtgebiet verteilten ADAC-Verwaltungen zentral zusammenfassen wird.

 

Hansastraße 23-25

80686 München

 

www.adac.de

 

www.sauerbruchhutton.de





 

Weitere Informationen für Architekturinteressierte:

 

Architekturmuseum der Technischen Universität München

in der Pinakothek der Moderne

Barerstr. 40

80333 München

 

http://www.architekturmuseum.de/